Zinssatz für Hauskauf

Zins für den Hauskauf

Aktuelle Frage: Welche Zinsen kann ich für meine Baufinanzierung erhalten? Im Falle von variablen Zinssätzen hängt der Zinssatz von der Änderung eines Indikators ab. Auf diese Weise beeinflusst die Trendwende bei den Zinsen die Eigenheimkäufer.

Wenn sich der jüngste Zinsanstieg fortsetzt, werden diejenigen, die jetzt und in absehbarer Zeit eine Liegenschaft erwerben wollen, besonders herausgefordert werden. Weil bei steigenden Zinssätzen Darlehen teurer werden. Nach ihrem historisch niedrigen Niveau von 0,24% im Hochsommer 2016 haben sich die Zinssätze wieder mehr als verdreifacht.

Bisher folgten auf eine Trendwende bei den Kapitalmarktzinsen immer mit geringer Verspätung Preiserhöhungen für Immobiliendarlehen. Die Differenz besteht darin, dass viele von ihnen nicht mehr wissen, welchen Einfluß ein Anstieg der Zinssätze auf diejenigen hat, die über den Erwerb eines Hauses oder einer Ferienwohnung nachgedacht haben. Das ist kein Wunder: Seit fast 30 Jahren sinken die Zinssätze.

Zur Vermeidung eines bösen Erwachens bei der Kreditvergabe raten die Fachleute der LBS zur Absicherung der Zinsrisiken. Bei einem 200.000 EUR Darlehen zum Beispiel mit einem Zinssatz von aktuell 1,5% und einer Fälligkeit von 10 Jahren sind heute 250 EUR pro Kalendermonat zu verzinsen. Bei einem Anstieg der Zinssätze auf 2,5% steigt die Monatslast bereits auf 416 EUR, bei 3,5% hat sie sich auf 583 EUR mehr als vervielfacht und bei 4,5% auf 750 EUR gar verdreifacht. Bei einem Anstieg von 2,5% steigt die Monatslast auf 416 EUR.

Allein die Zinsaufwendungen können sich in 10 Jahren von einem Anstieg um einen Betriebspunkt auf fast 18.000 EUR ausweiten. Mit 3 Prozentpunkten wären es gar mehr als 52.000 EUR mehr.

Feste und variabel verzinsliche Zinssätze - Übersicht über die wichtigsten Themen

Ist in der Kreditvereinbarung ohne Einschränkungen ein fester Zinssatz festgelegt, kann keine Partei (Bank oder Kreditnehmer) eine Änderung/Anpassung vornehmen. Ein fester Zinssatz wird in der Regel für bis zu 10 Jahre festgelegt und hat den Vorzug, dass Sie eine feste Basis für die Berechnung von Tilgungen haben. Auch wenn sich das Zinssatzniveau während des vereinbarte Zeitraums verändert, hat dies keinen Einfluss auf den Zinssatz der Finanzierungen.

Nach Ablauf der Festschreibungszeit kann ein fristgerechter Zinssatz (fest oder variabel) festgelegt werden. Im Falle von Variabelzinsen hängt der Zinssatz von der Änderung eines Kennzeichens ab. Eine so genannte Zieländerungsklausel (Zinsanpassungsklausel und Zinseskalationsklausel) legt in einem Kontrakt die Zinshöhe oder die Voraussetzungen für die Festlegung des Betrages fest.

Dies bedeutet, dass, wenn das allgemeine Zinssatzniveau ansteigt, dann können die Zinssätze für das Darlehen ansteigen, aber wenn das allgemeine Zinssatzniveau sinkt, dann müssen auch die Zinssätze für das Darlehen fallen. Die Kennzahl besteht in der Regel aus EURIBOR oder SMR. Ändert sich der Wert des Indikators um mehr als 0,125 Prozentpunkte, muss der Zinssatz angepaßt werden.

In der ( (Kredit-)Vereinbarung wird ein gewisser Zinssatz festgelegt. Im Falle einer Zinsklausel kann das Kreditunternehmen bei Änderungen der Refinanzierungsvorschriften auf dem Geld- und Kreditmarkt nach freiem Willen den Zinssatz unilateral anheben. In der ((Kredit-)Vereinbarung ist der Zinssatz an einen Referenzwert gebunden. Ändert sich der Referenzwert, ändert sich der Zinssatz von selbst. Die Referenzkennzahl für die Zinssätze sind die so genannten Kapital- oder Geldmarktkennzahlen.

Die Kennzahlen geben den Zinssatz an, zu dem sich die Kreditinstitute selbst etwas ausleihen können. Dabei können unterschiedliche Zinsen berücksichtigt werden (z.B. Euribor, Sekundärmarktrendite).

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