Postbank Zentrale Deutschland

Die Postbank Zentrale Deutschland

Die Postbank AG gehört zur Deutschen Bank und ist eines der größten Finanzinstitute in Deutschland. Auch bei der Deutschen Postbank AG und der Morgan Stanley Bank AG gibt es zentrale Produktspezialisten für komplexe Finanzierungen. Die jahrelange Zugehörigkeit zum Deutsche Bank-Konzern trennt sie wieder von der Postbank, schreibt "Der Spiegel". Zentrale der Deutsche-Bank in Frankfurt Foto: Getty Images.

Dt. Bank: Späte Milliardenrisiken nach Postbank-Kauf

Für die DEZA könnte die Übernahmen der Postbank teure Auswirkungen haben. Frühere Anteilseigner der Postbank haben vor dem Kölner Landesgericht eine Klage auf Zahlung einer nachträglichen Zahlung eingereicht. Im Extremfall könnte die DEZA mit Zahlungsansprüchen in Milliardenhöhe konfrontiert werden. Die Belastung der nächsten Milliarde Euro geht in Richtung Deutschland. Diesmal geht es nicht um gefälschte Zinsen oder fehlerhaft kalkulierte Rohstoffpreise, sondern um die Übernahmen der Postbank im Jahr 2008: Nach einem kürzlich ergangenen Beschluss des Landgerichtes Köln haben einige ihrer Altaktionäre einen Nachzahlungsanspruch der Deutschen Bundesbank.

Die Gruppe, die gerade ihre Kapitalbasis mit 8 Mrd. EUR verstärkt hat, wird im ungünstigsten Falle Auszahlungen von über 3 Mrd. EUR erhalten. Das ist es ja: Im Jahr 2008 erwarb die Dt. Nationalbank 29% der Postbank-Aktien für 57,25 EUR pro Stück, doch nach Angaben der Beschwerdeführer ergriff sie rechtswidrig unverzüglich die Macht der Bonners.

Diese so genannte "gemeinsame Vorgehensweise" mit der DPAG könnte sich unter anderem bereits aus Stimmrechtsvereinbarungen zwischen der DPAG und der DPAG ergebe. Die Offenbarung, zu deren Veröffentlichung das Bundesgericht die DPAG angewiesen hatte. In der Folge erhöhte die Dt. Sparkasse ihren Anteil an der Postbank bis zur endgültigen Akquisition, bezahlte aber den übrigen Gesellschaftern mit 25 EUR pro Inhaber.

Es ging den ehemaligen Postbank-Aktionären darum, nachzuweisen, dass die DK bereits als Minderheitsaktionärin der Postbank im Amt war, denn dann müssten sie anschließend allen Gesellschaftern, die die 48 Mio. Stückaktien zum Übernahmeangebot eingereicht haben, einen Mindestbetrag von 57,25 EUR zuzüglich Zins - im Höchstfall bis zu drei Mrd. EUR auszahlen.

"Die Rechtsstreitigkeiten dauern seit Jahren an". Der Vorwurf wurde von der Deutschen Bundesbank immer abgelehnt. Am vergangenen Wochenende hat das LG Köln die Rechtsgültigkeit der Anfechtungsklagen auf konzertiertes Handeln bestätigt und die Hausbank aufgefordert, die Differenz an die klagenden Parteien zu zahlen (LG Köln 82 O 11/15).

Darüber hinaus hat das Landgericht den Ausschluss der Postbank vom Jahr 2015 für ungültig erklärt (LG Köln 82 O 115/15). Die übrigen Aktionäre, die mit 35,05 EUR pro Stück vergütet wurden, haben nun ebenfalls ein Anrecht auf 57,25 EUR. "Das Urteil des Richters bescheinigt, dass die Dt. Bundesbank seit Jahren durch betrügerische Darstellung des Sachverhalts ein Urteil im Fall Postbank erlangt hat.

Damit sind die Weichen für andere betroffene Postbank-Aktionäre gestellt", so der Frankfurt-Anwalt Jan Bayer (BayerLaw) und der Münchener Anwalt Dr. Krauss (Tricon), zwei der Hauptkläger. Eine Sprecherin der Deutsche Postbank sagte, sie bedauere die beiden Entscheidungen des Landgerichtes Köln und ergänzte: "Wir werden die Gründe für die Entscheidungen untersuchen und aller Wahrscheinlichkeit nach gegen beide Entscheidungen Rechtsmittel einlegen".

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