Kreditzinsen Schweiz

Darlehenszins Schweiz

Unter Berücksichtigung der Kreditzinsen für steuerliche Zwecke - so funktioniert es! ZUSAMMENhang: Die schweizerischen Mittelständler bezahlen einen hohen Zinssatz. Von den lokalen Kleinunternehmen verlangen die Kreditinstitute außergewöhnlich hohen Risikoaufschlag. Sie ist das Niedrigstzinsland der Welt - jedenfalls aus Sicht der SNB. Die Zentralbank stellt seit mehr als drei Jahren sicher, dass die lokalen Handelsbanken überschüssige Kundeneinlagen bei der SNB oder anderen Kreditinstituten nur gegen Zahlung eines Strafzinssatzes von 0,75 Prozentpunkten anlegen können.

Dieser starke Kreditanreiz kommt den lokalen Unternehmern jedoch nur in begrenztem Umfang zugute. Aus den jüngsten Daten der OECD über die Finanzierungskonditionen von kleinen und mittleren Unternehmungen (KMU) in 43 Staaten geht hervor, dass schweizerische Mittelständler nicht nur im internationalen Maßstab überraschend hoch verzinste Zinssätze, sondern auch im Verhältnis zu Grossunternehmen sehr signifikante Risikoprämien ausweisen.

Die schweizerischen KMU-Kredite, die das Staatsekretariat für Wirtschaft SBW (Seco) mangels verbesserter Angaben als Unternehmenskredite von weniger als 1 Mio. CHF bezeichnet, wurden 2016 mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 2,04 Prozentpunkten verzinst. Im Jahr 2016 wurden sie mit 2,04 Prozentpunkten veranschlagt. Obwohl dies weit unter dem Durchschnittswert aller an der OECD-Umfrage beteiligten Staaten liegt (3,58 Prozent), sind die Zinsen seit 2009 weltweit um nahezu ein Viertel gefallen, in der Schweiz um etwas weniger als 8 Prozentpunkte.

Zudem sind die Mittelstandskredite in der Schweiz heute wesentlich günstiger als in vielen EULändern. Aus Frankreich bezahlt ein mittelständisches Unternehmen noch durchschnittlich 1,5 Prozentpunkte für einen Bankdarlehen. Im Inland sind es 1,92 Prozentpunkte, in Belgien 1,73 Prozentpunkte. Das Schweizer Mittelstandszinsniveau ist auch vor dem Hintergund der guten Bonität überraschend. Knapp 80 Prozentpunkte der lokalen Mittelstandskredite sind gesichert - viele davon mit einer Hypothek.

Der Besicherungsgrad in Frankreich liegt unter 10 vH. Solche internationalen Zinssatzvergleiche sind nicht ohne Probleme, da sie die unterschiedlichen Kreditkonditionen weitestgehend ausblenden. Aber auch aus weniger kritischer Sicht ist der schweizerische Mittelstandskreditmarkt überraschend kostspielig. Im Durchschnitt zahlen lokale Mittelständler 0,79 Prozentpunkte mehr Zinsen als Großunternehmen.

Obwohl eine Risikoprämie für kleine Unternehmen im Bankensektor nicht ungewöhnlich ist, ist es verwunderlich, dass die Prämien in der Schweiz nur leicht unter dem international üblichen Durchschnitt (0,88 Prozent) liegen. Nur sieben der 19 EU-Länder, die an der OECD-Studie teilnehmen, haben eine höhere KMU-Risikoprämie als die Schweiz. Zur Veranschaulichung: In Frankreich beträgt die Prämienhöhe 0,5 Prozentpunkte, in Belgien 0,25 Prozentpunkte und in Österreich 0,38Prozentpunkte.

Die Risikobereitschaft der lokalen Kreditinstitute im Inlandskreditgeschäft ist signifikant niedriger als in anderen Staaten mit vergleichsweise gut funktionierender Bankenlandschaft. Dennoch kann für die schweizerische KMU-Landschaft keine allgemeine Kreditkrise diagnostiziert werden. Wie in der Schweiz bilden KMU in allen OECD-Ländern "das Fundament der Wirtschaft", meint Angel Gurria im vorläufigen Wort zur aktuellen Studie: "Die Untersuchung belegt, dass sich das wirtschaftliche Klima für KMU insgesamt gebessert hat.

"Einem jüngsten Rückgang des Kreditwachstums in vielen Staaten steht ein starker internationaler Anstieg der Finanzierung außerhalb des Banksystems gegenüber. Dies trifft auch auf die Schweiz zu, wo neue, internetbasierte Finanzierungsmöglichkeiten wie Crowdfunding noch eine untergeordnete Rolle im Gesamtkreditvolumen spielen.

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