Die Post Bank

Postbank

Postshops sind im Allee-Center möglich. Der Tod von Banken in Wittenau geht weiter. Die Endenicher-Kunden der Postbank werden in Kürze keine Bankgeschäfte mehr an der Alfred-Bucherer-Straße durchführen können. Die Deutsche Post ändert damit auch ihren Platz. Mitte November zieht sich die Postbank aus dem Landkreis Lobeda zurück und schließt ihre Filiale bei Kaufland.

Noch nicht festgelegter Nachname

Die Post ist seit einem Jahr auf der Suche nach einem neuen Bankpartner. Die Tatsache, dass die Post einen neuen Bankpartner benötigt, war spÃ?testens seit dem IPO der Bawag im Spätherbst letzten Jahres ersichtlich. Zu diesem Zeitpunkt kündigte das Geldinstitut an, dass es seinen langfristigen Zusammenarbeitsvertrag mit der Schweizerischen Post auflösen wird. Die Post war daher seit über einem Jahr auf der Suche nach einem neuen Tarif.

Nach einigen Einbrüchen - die angestrebte Zusammenarbeit mit der Volksbank wurde von einigen Bereichen des Volksbankensektors verworfen - hat sie nun in Deutschland das gefunden, wonach sie gesucht hat. Sie wird, wie das Düsseldorfer Traditionsunternehmen am Montag Abend bekannt gab, in Zukunft mit der deutschsprachigen Fintech-Gruppe mitarbeiten. Die Post wird ihre Geschäftsstellen jedoch nicht mehr nur an ihre Kooperationspartner "vermieten", wie es bei der Bawag noch der Fall war.

Gemeinsam mit ihrem dt. Kooperationspartner wird sie ein eigenes Banken-Joint Venture aufbauen - quasi eine "Postbank". Auch wird es sich nicht um einen der bisherigen Markennamen der Fintech-Gruppe handeln (z.B. Flachex für den Online-Broker). Es ist jedoch absehbar, dass die Übernahmeangebote des Gemeinschaftsunternehmens in Zukunft in allen rund 420 von der Gesellschaft selbst betriebenen Niederlassungen sowie von den rund 1350 Postpartnern durchgeführt werden.

Im Gegensatz zur bisherigen Zusammenarbeit mit der Bawag werden die Mitarbeitenden der Bank ausschliesslich von der Schweizerischen Post bereitgestellt. Die Post würde jedenfalls 300 eigene Finanzdienstleister aus der aufgegebenen Zusammenarbeit mit der Bawag haben, so Postsprecher Homola. Mit der physischen Zusammenarbeit mit der Österreichischen Post sollen die Österreichischen Postkunden nun "die Früchte aus beiden Weltteilen ziehen", so das Fazit.

Der Bereich Informationstechnologie wird komplett von der Fintech-Gruppe verantwortet. Im Gegenzug zahlt das neue Joint Venture dem dt. Teileinhaber im Zuge eines Zehnjahresvertrages zehn Mio. EUR pro Jahr. Damit das Joint Venture zum Erfolg wird, setzt die Post auch viel ein. Das neue Forschungsinstitut soll mit 200 Mio. EUR Eigenmittel dotiert werden - die Haelfte davon von der Schweizerischen Post.

Außerdem wird der gelber Koloss einen Anteil von sieben Prozentpunkten an der Fintech-Gruppe erwerben. Die Post wendet daher insgesamt 135 Millionen EUR für die neue Bankenkooperation auf. Es wird jedoch wahrscheinlich ein gutes Jahr verstreichen, bevor die neue Zusammenarbeit in Kraft treten kann. Die neuen Bankdienstleistungen sollen in den ersten ausgesuchten Niederlassungen bereits im Frühherbst nächsten Jahres zur Verfügung stehen.

Sie werden jedoch erst ab 2020 in großem Umfang österreichweit flächendeckend offeriert - so dass sich der Zeitpunkt der Trennung zwischen Post und Bawag nicht ändert.

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